VERLEIHUNG:

25. November 2019, Sofiensäle Wien

Staatspreis 

Mobilität 2019 

Wirtschaftsmotor Innovation

Der Staatspreis Mobilität ist die höchste Auszeichnung, die das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie an österreichische Unternehmen und Institutionen verleiht. Bis 24. Juli 2019 konnten innovative Konzepte, Produkte und Lösungen eingereicht werden.

Der Staatspreis Mobilität steht unter dem Motto ‚Wirtschaftsmotor Innovation‘, um der Bedeutung des Verkehrs- und Mobilitätssektors in Österreich für die Ökonomie ebenso wie für die großen gesellschaftlichen Herausforderungen Rechnung zu tragen. Innovation ist die wesentliche Chance, international wettbewerbsfähig zu bleiben und stellt gerade in schwierigen Zeiten einen wesentlichen Motor für die Wirtschaft unsers Landes dar. Deshalb zeichnen wir mit dem Staatspreis Mobilität Vorhaben öffentlich aus, die durch innovative Lösungen zu einem zukunftsfähigen Mobilitätssystem beitragen können.

Der Staatspreis Mobilität umfasst vier Kategorien:

  • Forschen. Entwickeln. Neue Wege weisen. – 26 Einreichungen 
    Nominiert sind folgende Projekte:
    COMPAS (eingereicht vom AIT Austrian Institute of Technology), Drive.LAB (Kompetenzzentrum – Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft) und HIFAI-RSA (HyCentA Research GmbH)

     

  • Wertschöpfung steigern. Märkte erschließen. – 19 Einreichungen
    Nominiert sind folgende Projekte:
    etelligent drive (Engineering Center Steyr), Innovation TransANT (ÖBB Rail Cargo Group) und PowerMod 2.0 (Kostad Steuerungsbau)

     

  • Betreiben. Nutzen. Lernen. – 20 Einreichungen
    Nominiert sind folgende Projekte:
    Autobahn als Sensor (ALP.Lab), HUBERT Stadtlogistik (Hafen Wien Hafen) und move2zero (Holding Graz – Kommunale Dienstleistungen)

     

  • Mobilität sicher gestalten. Risiken minimieren. – 19 Einreichungen
    Nominiert sind folgende Projekte:
    Bike-Boxen (Stadt Wien, MA 46), IntelligenterVerkehr (AVI Systems) und WIM – weighing in motion (HHB Batsch)

Zusätzlich verleiht das BMVIT an AbsolventInnen von Universitäten und Fachhochschulen den „Zukunftspreis Mobilität“ unter dem Motto „Zukunftspotential entfalten.“ Gesucht sind Dissertationen, Bachelor- und Masterarbeiten, die durch neue Denkansätze und Innovationsgehalt überzeugen. 12 Arbeiten wurden eingereicht. Nominiert sind "Capa4EcoTransport" von Dr. Georg Brunnthaller, "Connected Vehicles" von Michael Plattner, MSc und "HySnow" von DI Martin Aggarwal. 

Zukunftspreis Mobilität:

ITS-Challenge:

Erstmals gab es beim 10. Staatspreis Mobilität zusätzlich die Möglichkeit, an der ITS-Challenge teilzunehmen. 55 EinreicherInnen nahmen teil. Den GewinnerInnen der  ausgewählten Einreichungen "carployee", "easymobil" und "ummadum" wurde die Teilnahme  am ITS World Congress 2019 in Singapur ermöglicht. Im Fokus stehen innovative, integrative, serviceorientierte und international skalierbare Konzepte und Lösungsansätze aus dem Bereich  Intelligent Transport Systems ITS mit einem klaren Bezug zu den Anforderungen an das Mobilitätssystem von morgen.

 

Die Trophäe des Staatspreises Mobilität geht traditionell aus einem Gestaltungswettbewerb in Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien hervor. Unter der Leitung von Sen.Lect. Mag. Stephan Hilge erarbeiteten Studierende zahlreiche Entwürfe, von denen die abgebildeten Trophäen von einer hochkarätige Jury ausgewählt wurden: Von Jakob Kirchweger stammt der Entwurf für die Trophäe des Zukunftspreises (links im Bild). Tim Hartmann gestaltete die Trophäen für die vier Hauptkategorien des Staatspreis Mobilität, die in vier Varianten ausgeführt wurde (rechts im Bild).

© bmvit

Trophäenwettbewerb:

 

Die Jury bewertete die eingereichten Vorhaben nach den folgenden Kriterien:

  1. Innovationsgehalt:
    Bewertet wird, ob das Produkt/die Lösung zukunftsweisend, interdisziplinär, kreativ, und technologisch am neuesten Stand ist.
     

  2. Umsetzung & Systemintegration:
    Bewertet werden die Systemintegration und Praxisrelevanz aber auch partizipative Aspekte des Entwicklungsprozesses.
     

  3. Positive Auswirkungen auf Gesellschaft & Mobilitätssystem: 
    Bewertet werden Effektivität & Effizienz, Umwelt & Energie sowie Sicherheit und Verhaltensänderung.
     

  4. Positive Auswirkungen auf Wirtschaftsstandort & Wertschöpfung: Bewertet wird das wirtschaftliche Potenzial im Hinblick auf Wertschöpfung in Österreich sowie Umsatz, Exportchancen und Beschäftigung. 

    Nutzerfreundlichkeit und Genderaspekte stehen bei den eingereichten Projekten besonders hoch im Kurs.

 

Die Jury:

Die Jury setzt sich aus nationalen und internationalen Expertinnen und Experten sowie Vertreterinnen und Vertretern der Medien zusammen.

 

Vor der Verleihung erfolgt die Nominierung von drei Vorhaben je Kategorie. Der Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie gibt die Juryentscheidung über die Gewinnerinnen/Gewinner bei der Preisverleihung bekannt.

 
 

Kategorie 1:

Forschen. Entwickeln. Neue Wege weisen.

  • Wissenschaft und Wirtschaft setzen ihre Kompetenzen gemeinsam ein, um neue spezifische Technologien, Anwendungen und Dienstleistungen zu erforschen, zu entwickeln und zu testen.
     

  • Die Kategorie Forschen. Entwickeln. Neue Wege weisen. richtet sich an Konsortien aus universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie deren Kooperationspartner aus Wirtschaft und Industrie.
     

  • Wir suchen kooperative, transdisziplinäre Konzepte, Forschungsprojekte und Prototypen aus der anwendungsorientierten Forschung, die zukunftsweisende Lösungen hervorbringen.
     

  • Die Bewertung gewichtet das Kriterium "Innovationsgehalt" der Einreichung am stärksten.

 

NOMINEES

Nominiert in der Kategorie "Betreiben. Nutzen. Lernen."

Autobahn als Sensor

eingereicht von ALP.Lab GmbH gemeinsam mit dem Partner ASFINAG Autobahnen­ und Schnellstraßen­Finanzierungs­Aktiengesellschaft

Seit 2017 wird auf der Autobahn A2 der Abschnitt Laßnitzhöhe – Graz/West zur Testregion ALP.Lab ausgebaut und laufend weiterentwickelt.  

 

Ziel ist die Generierung von neuartigen Services für sicheres Testen von automatisierten Fahrfunktionen und Gesamtfahrzeugen. Das Testmanagement für automatisierte Fahrzeuge erfolgt kooperativ durch ALP.Lab als Innovationslabor und ASFINAG sowohl in einer realen als auch in einer simulierten Umgebung. Aktuell befinden sich an 25 Standorten insgesamt 49 Kameras, wovon 26 mit einer Ereignisdetektion ausgestattet sind. Weiters sind 43 Überkopfdetektoren zur Verkehrsdatenerfassung, drei hochauflösende 360°­Radardetektoren, drei Straßenwettersta­tionen zur die Umweltdatenerfassung, 12 Wechselverkehrszeichenanzeigen sowie 12 Short Range C­ITS G5 Road Side Units entlang der Autobahn installiert. Dieses Sensoriksystem ermöglicht eine anonymisierte und lückenlose Erhebung des gesamten Verkehrsgeschehens über lange Zeiträume ebenso wie die Erfassung von Bewertungen der Fahrzeuge und Einzelfahrzeugdatenerhebungen.

© ALP.Lab GmbH

 
 

Abschlussevent und Preisverleihung

Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen eines großen Abschlussevents am 25. November 2019 in den Sofiensälen, Marxergasse 17, 1030 Wien.

© Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie